Alt werden

 

Den klassischen Planeten unseres Sonnensystems entsprechen folgende
Alterszuordnungen und Eigenschaften:

 

Mond:       Die ersten 7 Lebensjahre. Geborgenheit, starke Bindung an
                   die Mutter, Heimat.

Merkur:     8. bis 14. Lebensjahr. Quecksilber. Bewegung, extravertiert.

Venus:      14. bis 28. Lebensjahr. Romantik, Verliebtsein, Gefühlsbetonung.

Mars:         28. bis 42. Lebensjahr. Kampf, Bemühen um gesicherte Lebenssituation.

Jupiter:     42. bis 56. Lebensjahr. Ruhigere Lebensphase, Geniessen, Glück

Saturn:      56. Lebensjahr bis Lebensende. Introvertiert, körperlicher Abbau, in
                    sich gehen, religiöse Bindung, Besinnung auf den Sinn des Lebens.

 

Es ist wohl allen Menschen klar, dass jedes irdische Leben einmal zu Ende geht. Es ist
aber so, dass manche Leute die Gedanken an den Tod verdrängen. Heute hat man bereits
eine Lebenserwartung, die gegen ein Jahrhundert tendiert. Geniessen wir also das Leben
weiter. Hauptsache, wir bleiben gesund!

Aber wie steht es bei mir um die Saturn-Funktion. Akzeptiere ich mein Älterwerden? Bin ich
bereit, den Tatsachen ins Auge zu schauen? Vielleicht denke ich, es sei doch gar nicht
sicher, dass das Leben nach dem Tode weitergeht. Gehöre ich zu den Menschen, die in
sich nicht spüren, dass eine unsterbliche Seele im Leibe steckt, die ein viel beständigeres
Dasein hat als unser vergänglicher Körper?

Natürlich kann auch ein jüngerer Mensch schon seriös darüber nachdenken, was der Sinn
des Lebens ist, und wie es wohl weitergehen kann. Wenn dies jedoch mit 70 oder
80 Jahren noch nicht der Fall ist, dann muss man sich fragen, ob hier nicht ein Defizit
vorliegt. Wahrscheinlich ist man mehr dazu geneigt, über den Sinn des Lebens nachzudenken,
wenn sich ernsthafte Gesundheitsprobleme bemerkbar machen. Wie dem auch sei; schaden
kann es auf jeden Fall nichts, wenn man sich die Mühe gibt, sich um ewige Dinge zu kümmern.

Trage ich eine Verantwortung über mein bisheriges Leben? Wozu bin ich denn auf Erden? Bin
ich stets meinem Gewissen gefolgt? Oder war ich zu nachlässig in meinem Verhalten? Muss
ich mir Sorgen machen um ein eventuelles Leben in einer anderen, jenseitigen Welt? Werde
ich gar für meine Fehler und Sünden bestraft? Gibt es ein Fegefeuer oder gar eine Hölle, wie
es mir von meiner Kirche angedroht wurde?

Wenn ich glaube, dass ich hier geboren wurde, um eine Lebensfreiheitsprobe zu bestehen,
dann ist es wohl logisch, dass es nicht belanglos ist, wie ich gelebt habe. Man hat aus Kundgaben
aus dem Jenseits vernommen, dass es vor allem darauf ankommt, ob man die Liebe gelebt hat.
Das ist viel wichtiger als das, was man geglaubt hat. Man hört zwar, dass der Glaube selig macht.
Aber die tätige Liebe zum Nächsten und die Liebe zu Gott allein können uns selig machen. Es ist
leichter, Nächstenliebe zu üben, als Gott wirklich zu lieben. Man kann ja nur lieben, was man kennt.
Unsere Nächsten können wir sehen, aber wie steht es mit der Gottesliebe?

Gibt es etwas Tröstlicheres als anzunehmen, dass es einen väterlichen Gott gibt, der uns wirklich
liebt. Als Jesus Christus hat er sogar einen irdischen, sterblichen Körper angenommen und uns
vorgelebt, wie wir leben sollen. Er hat alle unsere Schuld auf sich genommen und ist für uns am
Kreuze gestorben. Er liebt uns so sehr, dass er keinen von uns für ewig verdammen wird. Es
kommt nur auf uns an, ob wir im Jenseits in höllischen Zuständen leben wollen oder nicht. Wir
sind vollkommen frei, das zu tun, was uns beliebt. Glück kann man nicht erzwingen. Nur der wird
ewig glücklich sein können, der sich freiwillig zum Gutsein bekennt und auch darnach lebt, und
dies auch drüben. Die Freiheit der Menschen ist ein grösstes Gut und wird uns auch nach dem
Tode nicht genommen, auch wenn wir im Religionsunterricht anderes gehört haben. Es gibt
keine ewige Verdammnis. Dafür liebt uns Gott viel zu sehr, als dass er uns ewig bestrafen würde,
auch wenn wir noch so schlecht gelebt haben. Wir müssen aber die Folgen tragen, wenn wir böse
bleiben wollen. Aber nein, wer will das schon?

Angst vor einem göttlichen Gericht brauchen wir nicht zu haben; eher Angst vor uns selbst, dass
wir nicht reif genug sind, wirklich gut und lieb zu sein. Es ist jedoch nie zu spät, auch im Jenseits
nicht, uns zu demütigen und den Weg zu gehen, der uns von Jesus gezeigt wird. „Kommet alle
zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, und Ich will euch erquicken.“ Dank, Dank und nochmals
Dank unserem liebenden Vater!